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Geschichtliches
Die Strukturen des Straßennetzes in der Ueckermünder Altstadt
stammt noch fast unverändert aus dem Mittelalter. Deshalb sind die
Straßenzüge auch recht schmal. Im Gegensatz dazu verfügt
die Stadt über einen großen Marktplatz. Diese Fläche war
jedoch nicht immer so. Im frühen Mittelalter stand das Rathaus auf
diesem Platz und Jahrhunderte später ein anderes Rathaus daneben. Bei
den archäologischen Grabungen in den Jahren 1998/99 konnten die Reste
dieser Bauten entdeckt und kartografiert werden. Heute erinnert eine eingeschnittene
Fuge in der Pflasterung des Marktplatzes an diese Gebäude. An das Rathaus
angebaut war ein Fleischscharren, auch ein Garnisionsgebäude an der
Nordseite des Marktes war vorhanden. Neben dem mittelalterlichen Rathaus
war reges Markttreiben. Dazu waren auf urigen Holzstämmen Marktbuden
aufgebaut, in denen Handwerker und Bauern ihre Waren feilboten. Im Jahre
1631 brannte das Rathaus auf dem Marktplatz ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
Der mittelalterliche Markt lag wesentlich tiefer als der heutige. Etwa
einen Meter Höhenunterschied trennen beide Oberflächen. Trotzdem
gab es schon eine Pflasterung mit Entwässerungsrinnen.
Die Gebäude am Markt änderten im Laufe der Jahrhunderte ebenso
ihr Aussehen, wie der Marktplatz selbst. Heute stehen Häuser aus drei
Jahrhunderten nebeneinander am Markt.
Im vergangenen Jahrhundert wurde auf Initiative des Kriegervereins Ueckermünde
ein Denkmal mit Kaiser Wilhelm I. auf dem Markt errichtet und feierlich
eingeweiht. Es stand fast mitten auf dem Platz und hatte unterschiedliche
Einfassungen. Nach dem 2. Weltkrieg musste das Denkmal auf Geheiß
der russischen Militäradministratur abgerissen werden. Diese Arbeit
mussten dem ehemaligen NS-Regime nahe stehende Personen unserer Stadt ausführen.
Bis in die 70-er Jahre hatte eine Tankstelle Platz auf dem Markt gefunden.
Sie bestand nur aus einer Zapfsäule und war lange Zeit die einzige
Tankstelle der Stadt Ueckermünde.
Nach dem Krieg wurde aus dem Marktplatz Busbahnhof bis in die 70-er Jahre
des vergangenen Jahrhunderts.
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