Einweihung Kreisverkehr Haffstraße mit (v.l.) Stadtpräsident Robert Kriewitz, Bürgermeister Jürgen Kliewe, Frau Voss, Herr RöselBereits am 26. März 2020 wurde beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern der Förderantrag im Rahmen der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für den Ausbau wirtschaftsnaher Infrastruktur“ gestellt. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wurde am 31. Juli 2023 erteilt.
Die im Bescheid veranschlagten Baukosten belaufen sich auf insgesamt 1.291.653,14 Euro. Davon werden 90 Prozent, insgesamt 1.153.756,10 Euro, durch Fördermittel unterstützt.
Ziel der Förderung ist der Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sowie zur Unterstützung der regionalen Wirtschaftsentwicklung. Durch das Vorhaben werden Gewerbebetriebe und Gewerbegebiete besser an das überregionale Verkehrsnetz angebunden. Gleichzeitig verbessern sich die Standortbedingungen für bestehende Unternehmen und es werden neue Voraussetzungen für weitere Ansiedlungen geschaffen.
Das Bauvorhaben umfasste die Errichtung eines kleinen Kreisverkehrs mit einem Außendurchmesser von 36 Metern am Ende der Haffstraße. Die Kreisfahrbahn wurde in Asphaltbauweise mit einer Breite von sechs Metern hergestellt. Zudem entstanden vier Zu- und Ausfahrten sowie Geh- und Radwege in Pflasterbauweise mit einer Breite von drei Metern. Darüber hinaus wurden technische Anlagen und die Straßenbeleuchtung angepasst. Als landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahme erfolgten umfangreiche Begrünungen mit Laubbäumen und Heckenpflanzungen.
Im Rahmen der heutigen Übergabe betonte Bürgermeister Kliewe insbesondere die Bedeutung des neuen Kreisverkehrs für die Verkehrssicherheit. Bislang habe es an diesem Verkehrspunkt glücklicherweise noch keinen schweren Unfall gegeben. Gleichzeitig machte er deutlich, dass im Falle eines schweren Unfalls unweigerlich die Frage gestellt worden wäre: „Warum habt ihr nichts unternommen?“ Mit dem Bau des Kreisverkehrs sei deshalb bewusst frühzeitig gehandelt worden, um Gefahren zu minimieren und den Verkehrsfluss sicherer zu gestalten.
Darüber hinaus verbessert die neue Verkehrsanlage die Zufahrt für Fahrzeuge mit Bootsanhängern, Lastwagen und den Lieferverkehr erheblich. Auch mit Blick auf die zukünftige touristische und wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere im Zusammenhang mit dem geplanten Hotelstandort, schafft der Kreisverkehr die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen für eine leistungsfähige und sichere Erschließung.
An der Umsetzung des Projektes waren zahlreiche Unternehmen und Institutionen beteiligt. Die Planung der Verkehrsanlage und des Ingenieurbauwerks erfolgte durch die TSC Beratende Ingenieure für Verkehrswesen GmbH & Co. KG aus Neubrandenburg. Die Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung übernahm die SKH Ingenieurgesellschaft mbH, ebenfalls aus Neubrandenburg. Mit den Straßenbauarbeiten wurde die Straßen- und Tiefbaugesellschaft mbH Ernst Röwer aus Pasewalk beauftragt. Die Ausgleichs- und Gestaltungspflanzungen führte die Pawlak GmbH & Co. Garten- und Landschaftsgestaltung KG aus Ueckermünde aus.
Im Vorfeld der Maßnahme fanden intensive Abstimmungen mit dem Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Förderung selbst wurde über das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.
Der Bauablauf begann Anfang März 2025 mit notwendigen Baumfällungen durch die Firma Gentz aus Torgelow, die noch im selben Monat abgeschlossen wurden. Ende März 2025 starteten die Straßenbauarbeiten durch die Firma Ernst Röwer, die am 9. April 2026 fertiggestellt werden konnten. Die abschließenden Pflanzarbeiten durch die Firma Pawlak begannen Ende März 2026 und wurden heute, am 19. Mai 2026, erfolgreich beendet. Insgesamt wurden 40 Bäume sowie rund 400 Quadratmeter Heckenpflanzungen umgesetzt.
Mit der Fertigstellung des Kreisverkehrs wurde ein bedeutendes Infrastrukturprojekt erfolgreich umgesetzt, das die Verkehrssicherheit erhöht, die Erreichbarkeit verbessert und zugleich einen wichtigen Impuls für die wirtschaftliche Weiterentwicklung setzt.